Magdeburg – Er wollte möglichst viele Menschen töten: Im Prozess um den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt ist der Angeklagte Taleb A. wegen Mordes in sechs Fällen und vielfachen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Magdeburg stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete für den 51-Jährigen den Vorbehalt der Sicherungsverwahrung an. Diese wird am Ende der regulären Haft gerichtlich geprüft. Der Vorsitzende Richter Dirk Sternberg sprach von einer „menschenverachtenden Tat“. Es sei dem Angeklagten „auf eine sehr hohe Opferzahl“ angekommen. Das Gericht zeigte sich überzeugt, dass A. am 20. Dezember 2024 mit einem 340 PS starken Mietwagen über den Weihnachtsmarkt raste. Ein neunjähriger Junge und fünf Frauen im Alter von 45 bis 75 Jahren starben, gut 300 weitere Menschen wurden verletzt.