Keiko Fujimori hat es geschafft: Nach drei gescheiterten Kandidaturen ist sie zur Präsidentin von Peru gewählt worden – obwohl viele nach der von Menschenrechtsverletzungen geprägten Präsidentschaft ihres Vaters Alberto Fujimori schworen, jedem mit diesem Namen die Stimme zu verweigern. 26 Jahre nach seinem Sturz ist jedoch nicht nur Gras über seine Verbrechen gewachsen, rechtsautoritäre Politik liegt wieder im Trend – in ganz Lateinamerika.
So wählten Paraguay, Ecuador, El Salvador, Bolivien und Chile zuletzt rechte Präsidenten – der prominenteste Fall ist wohl der argentinische Kettensägen-Populist Javier Milei. In Kolumbien siegte erst letzte Woche der Hardliner Abelardo de la Espriellas, der sich „El Tigre“ nennt. Er versprach, er habe „die Eier“, um das Land „mit harter Hand“ zu regieren.
Wer so Wahlkampf macht, erhält selbstverständlich die Unterstützung Donald Trumps. El Tigre plant nun eine Annäherung an die USA. Das verbindet Lateinamerikas Rechtspopulisten: Sie setzen auf das Trump-Modell – Sicherheitsversprechen, Angstpolitik, antielitäre Rhetorik. Damit rückt eine ganze Hemisphäre nach rechts, Richtung Trumpismus.