Seoul – Die Außenminister Südkoreas und der Ukraine haben nach südkoreanischen Angaben „konstruktive“ Gespräche über das Schicksal zweier nordkoreanischer Soldaten geführt, die beim Kampfeinsatz im Ukraine-Krieg in Russland gefangen genommen worden waren. Südkoreas Außenminister Cho Hyun und sein ukrainischer Amtskollege Andrij Sybiha hätten das Thema bei einem Treffen in Seoul erörtert, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Außenministeriums.
Die Soldaten waren im Januar 2025 von ukrainischen Streitkräften gefangen genommen worden, als sie in der Region Kursk auf russischer Seite kämpften. Nordkorea und Russland fordern die Rückführung der beiden Kriegsgefangenen in ihr Heimatland. Menschenrechtsorganisationen warnen jedoch, dass ihnen bei einer Rückkehr nach Pjöngjang schwere Strafen drohen könnten. Die Soldaten selbst hatten darum gebeten, nach Südkorea gebracht zu werden. Seoul bemüht sich darum, sie ins Land zu holen.
Bei Kämpfen gegen ukrainische Truppen in der russischen Grenzregion Kursk wurden nach Einschätzung des Militärgeheimdienstes in Kiew über 7000 nordkoreanische Soldaten getötet oder verletzt.