Berlin – AfD-Chefin Alice Weidel hat dem schriftlichen BSW-Vorschlag für „Duelle“ bei gemeinsamen Wahlkampfveranstaltungen eine Absage erteilt. Als AfD stehe man für einen Dialog und einen demokratischen Austausch und nehme den Vorstoß grundsätzlich positiv auf, teilte Weidels Sprecher Daniel Tapp auch unter Verweis auf vergleichbare Positionen von AfD und BSW beim Thema Ukraine mit. Er sagte aber: „Letztlich ist jede wahlwerbende Partei für ihren Wahlkampf selbst verantwortlich.“ Das BSW stehe vor der Herausforderung, die Fünf-Prozent-Hürde bei den Landtagswahlen zu überspringen. „Sollte es das erreichen, ist die AfD selbstverständlich zu Gesprächen bereit.“
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah sagte: „Das BSW will nun also von der AfD vor dem verdienten Untergang gerettet werden. Wir sollten ihm diesen Gefallen nicht tun.“ BSW-Chefin Mohamed Ali sagte, sie finde das von Weidel enttäuschend und nicht überraschend. „Ich hab‘ befürchtet, dass sie sich nicht trauen wird, aber ich find‘ das auch entlarvend.“DPA/AFP