USA und Iran vertagen Gespräche vorerst

von Redaktion

Teheran – Nach indirekten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran in Katar haben sich beide Seiten auf eine Fortsetzung der Beratungen verständigt. Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums erklärte, diese sollten „in der näheren Zukunft“ fortgeführt werden – allerdings erst nach den Trauerfeierlichkeiten für den getöteten Ayatollah Ali Chamenei im Iran. Der Leichnam Chameneis wird am Samstag in der Mosalla von Teheran aufgebahrt. Teherans Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf rief seine Landsleute am Donnerstag zur Teilnahme an der Trauerfeier für Chamenei auf, um dessen Tod zu „rächen“. Die Behörden rechnen allein in Teheran mit 15 bis 20 Millionen Teilnehmern bei der dreitägigen Trauerfeier.

Katarische und pakistanische Vermittler hätten in Doha getrennte Treffen mit den Unterhändlern der USA und des Iran abgeschlossen, erklärten die beiden Vermittlerländer. Es seien „positive Fortschritte“ erzielt worden. US-Präsident Donald Trump behauptete, es sehe so aus, als komme die „Denuklearisierung des Iran gut voran“.

Die Beratungen in Doha laufen vor dem Hintergrund erneuter Spannungen um die Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm. Am Wochenende hatten sich USA und Iran militärisch attackiert und sich Verstöße gegen die Waffenruhe vorgeworfen.

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