Auch um Chameneis Tochter trauern die Massen. © AFP
Teheran – Der iranische Präsident Masud Peseschkian hat am Freitag dem getöteten obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, die letzte Ehre erwiesen. Auf Bildern des iranischen Staatsfernsehens war zu sehen, wie Peseschkian gemeinsam mit anderen ranghohen Regierungsvertretern, darunter der einflussreiche iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf, am Sarg Chameneis betete.
Chameneis mit der iranischen Flagge bedeckter Sarg war zuvor in die für große Feierlichkeiten konzipierte Mosalla von Teheran gebracht worden. Auch der Anführer der Revolutionsgarden, Ahmad Wahidi, besuchte den aufgebahrten Sarg. Es war Wahidis erster öffentlicher Auftritt seit dem Beginn des Krieges am 28. Februar.
Die Trauerfeierlichkeiten für den am ersten Kriegstag bei US-israelischen Angriffen getöteten Chamenei sollen sich von Samstag an über sechs Tage erstrecken, dabei gibt es auch einen Zwischenstopp im benachbarten Irak. Die Behörden rechnen allein in Teheran mit 15 bis 20 Millionen Teilnehmern bei der dreitägigen Trauerfeier in der iranischen Hauptstadt, durch die am Montag ein Trauerzug ziehen wird.
Eigentlich war die Zeremonie bereits für den März geplant, wurde wegen des Krieges jedoch verschoben. Chamenei, der fast 37 Jahre herrschte, wird schließlich am 9. Juli in Maschhad beigesetzt.