Zwei Frauen trauern um Ajatollah Ali Chamenei. © AFP
Teheran – Mehr als vier Monate nach seiner Tötung haben im Iran unter großen Sicherheitsvorkehrungen die öffentlichen Trauerfeiern für den obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei begonnen. Am Samstag wurden die Särge des Religionsführers und mehrerer seiner Familienmitglieder in der Großmoschee Mosalla hinter Vitrinen aufgebahrt. Ein hochrangiger Geistlicher sprach am Sonntag vor Menschenmassen das Totengebet. Der Leichnam bleibt bis Montag in Teheran. Anschließend sind Trauerzeremonien in der Pilgerstadt Ghom, dem Zentrum der schiitischen Geistlichkeit im Iran, sowie dem Nachbarland Irak geplant. Am Donnerstag soll er im Imam-Resa-Heiligtum seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. Für Chameneis Anhänger und die iranische Führung ist die Staatstrauer zugleich Abschied und Demonstration der Geschlossenheit.