Erfurt – Nach den mutmaßlichen Angriffen auf Journalisten rechtsgerichteter Medien bei den Protesten gegen den AfD-Parteitag in Erfurt haben die Organisatoren die Vorfälle gerechtfertigt. „Faschisten mit einem Presseausweis sind immer noch Faschisten. Sie sind auf unseren Aktionen nicht willkommen“, sagte Sprecher Noa Sander vom Bündnis „Widersetzen“. Eine Verurteilung der Angriffe auf Reporter „rechtskonservativer oder AfD-naher Medien“ lehnte er ausdrücklich ab. Zugleich richtete Sander eine Warnung an CDU und BSW: Sollten sie der AfD „an die Macht helfen“, würden sie zum „nächsten Aktionsziel“.
Rund 30.000 Menschen hatten am ersten Juli-Wochenende gegen den AfD-Parteitag demonstriert. Laut Polizei wurden dabei drei Reporter des rechtsgerichteten Portals „Apollo News“ angegriffen. Die Thüringer Polizei ermittelt wegen Körperverletzung. Die Journalisten seien „aus der Antifa-Demo heraus gejagt und zusammengeschlagen“ worden, berichtet „Apollo“-Chefredakteur Max Mannhart. Auf X veröffentlichte er ein Video, das zeigen soll, wie die Reporter von Demonstranten verfolgt und beschimpft werden. Erst eine Polizei-Spezialeinheit konnte sie in Sicherheit bringen.
Union und Grüne verurteilten die Angriffe. „Wer Gewalt gegen Journalisten anwendet, der greift die Demokratie an“, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU).AB