München – Orbán-Besuche bei der CSU haben Tradition. Doch für die Gastspiele des umstrittenen ungarischen Premierministers Viktor Orbán mussten sich die Christsozialen lange viel Kritik anhören. Nach Informationen unserer Zeitung kommt nun zur Sommerklausur der CSU-Landesgruppe in Kloster Banz wieder Besuch aus Budapest – aber diesmal ist es Anita Orbán. Die Außenministerin der neuen ungarischen Regierung hat mit Viktor außer dem Nachnamen kaum Gemeinsamkeiten. Die CSU im Bundestag ist stolz darauf: Man sei damit die erste politische Kraft in Deutschland, die eine hochrangige Vertreterin der neuen ungarischen Regierung zu Gast habe. Das Thema der Gespräche liegt auf der Hand: der Neustart der deutsch-ungarischen Beziehungen unter der Regierung von Péter Magyar.
Insgesamt soll sich die Klausur, die am 27. bis 28. Juli stattfindet, vor allem um Zukunftsthemen drehen. Mit ESA-Astronaut Alexander Gerst will man über Raumfahrt als Innovationsmotor diskutieren. „Die Koalition zeigt in diesen Tagen, welche Kraft in ihr steckt: Wir modernisieren unser Land in allen Bereichen“, sagt Landesgruppenchef Alexander Hoffmann. „Auf unserer Sommerklausur Banz26 wollen wir den Blick nach vorne richten – mit einem Schwerpunkt auf die Themen Wirtschaft, Innovation und Hightech. Deutschland hat das Wissen, die Unternehmen und die Menschen, um wieder auf Wachstumspfad zu kommen“, findet Hoffmann.
Weiter Gast zu diesen Themen ist Bonita Grupp, Geschäftsführerin von Trigema, mit der die CSU über die Stärke des deutschen Mittelstands sprechen will. Zudem kommt Sven Kruck nach Banz, CEO des Drohnen-Spezialisten Quantum-Systems. Mit ihm diskutiert man über eine neue Wachstumsbranche: die Verteidigungsindustrie.MIK