Pistorius sieht Bewegung bei Tomahawks

Ankara – Verteidigungsminister Boris Pistorius sieht auf dem Nato-Gipfel Fortschritte in deutschen Bemühungen um einen Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern aus den USA. „Da gibt es Bewegung, aber noch keine Ergebnisse. Wir sind in guten Gesprächen, und ich bin optimistisch, dass wir da was hinbekommen“, sagte der SPD-Politiker dem Deutschlandfunk.

Es gebe bei Mittelstreckenwaffen „eine wichtige strategische Lücke in der Abschreckung“, sagte Pistorius. „Die wollen wir schließen.“ Einer 2024 vereinbarten Stationierung solcher Waffen des US-Militärs in Deutschland hatten die USA wieder eine Absage erteilt. Ein Kauf von Tomahawk ist eine mögliche Alternative dazu.

Pistorius äußerte sich wenig besorgt über Ankündigungen der USA, militärische Fähigkeiten aus Europa abzuziehen. „Aber erstens ist das nicht konkretisiert. Zweitens ist einiges von dem gar nicht in Europa stationiert. Und drittens sind wir uns einig mit den amerikanischen Partnern, dass alles, was abgezogen wird, auch ersetzt werden muss“, sagte er. Dafür müsse es aber Zeit geben.

Die USA hatten entschieden, weniger Fähigkeiten für Abschreckung und Verteidigung in Bereitschaft zu halten. Es geht dabei um Zusagen für das Nato Force Model. Darüber wird im Bündnis festgelegt, welche Mitgliedstaaten wie viele Kräfte und Fähigkeiten bereithalten und wie schnell diese verfügbar sein müssen.

Samstag, 11. Juli 2026
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