Abschluss der Trauerfeiern für Chamenei

Eine Trauernde mit Chamenei-Porträt. © Mizban/dpa

Maschhad – Überschattet von neuen schweren US-Angriffen haben in der iranischen Stadt Maschhad zahlreiche Menschen Abschied vom obersten iranischen Führer Ayatollah Ali Chamenei genommen. Die Trauernden schwenkten iranische Flaggen und rote Fahnen, die als Symbol für Rache gelten. Die Beerdigung in Maschhad sollte der Abschluss der sechstägigen Trauerfeiern sein, bei denen der Sarg mit dem Leichnam des geistlichen Oberhauptes durch mehrere Städte im Iran und im Irak geleitet worden war.

Die US-Angriffe führten nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens dazu, dass der Zugverkehr zwischen Teheran und Maschhad unterbrochen war. Die Bahn sprach von einem „kriminellen Angriff des US-israelischen Feindes“ auf die Strecke. Für betroffene Fahrgäste sei ein Weitertransport auf der Straße organisiert worden. Das Außenministerium verurteilte die Angriffe als „offenkundiges Kriegsverbrechen“.

Ein Flugzeug hatte den Sarg mit Chameneis Leichnam am Donnerstag nach Maschhad gebracht, angesichts der jüngsten Eskalation wurde die Maschine von einem iranischen Kampfjet begleitet. Maschhad ist die Heimatstadt Chameneis, die Beisetzung sollte im Mausoleum des Imams Resa stattfinden, dem wichtigsten schiitischen Heiligtum im Iran. Chamenei war am ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran am 28. Februar bei einem Luftangriff auf seine Residenz in Teheran getötet worden. Er hatte seit 1989 an der Spitze des Landes gestanden.

Samstag, 11. Juli 2026
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