Neuschwanstein-Mörder kämpft gegen Abschiebung

von Redaktion

Augsburg/Kempten – Drei Jahre nach dem Sexualmord an einer Touristin beim Schloss Neuschwanstein wehrt sich der Täter gegen seine möglicherweise erst in Jahrzehnten anstehende Abschiebung aus Deutschland. Der 33 Jahre alte US-Amerikaner hatte bei einem Besuch des weltberühmten Schlosses zwei junge, ebenfalls aus den USA stammende Frauen einen etwa 50 Meter tiefen Abhang hinuntergestoßen. Eine 21-Jährige starb später im Krankenhaus, ihre Freundin wurde verletzt. Der Mann hatte die 21-Jährige vor dem Sturz in die Tiefe vergewaltigt.

Das Landgericht Kempten hatte ihn wegen Mordes, versuchten Mordes und Vergewaltigung mit Todesfolge zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Die Ausländerbehörde des Landratsamtes Ostallgäu hat daraufhin einen Ausweisungsbescheid erlassen. Dies will der Mann nicht akzeptieren, da ihm bei einer Rückkehr in die Vereinigten Staaten ein weiterer Prozess wegen derselben Tat drohe. In diesem Fall sei sogar die Todesstrafe nicht ausgeschlossen.

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