Bundestags-Vize: Zu viel „Plärren“ im Parlament

von Redaktion

Berlin/Aschaffenburg – Bundestags-Vizepräsidentin Andrea Lindholz (CSU) beklagt einen Verfall der parlamentarischen Debattenkultur. „Tatsächlich bin ich jetzt seit 2013 im Bundestag. Der Umgang miteinander ist sehr viel rauer geworden“, sagte sie dem Radiosender Bayern2. Es sei dieses „nicht Zuhörenkönnen“ und dieses ständige „Plärren“. „Es ist eben ein Unterschied, ob ich mal dazwischenrufe oder ob ich einfach regelrecht den Redner störe.“ Eine zentrale Rolle für diese Entwicklung spielten die Sozialen Medien. „Auf Social Media läuft alles, was besonders zugespitzt und besonders krass ist. Das ist insbesondere ein Mittel für die Rechten und Linken bei uns im Parlament“, sagte Lindholz. Persönliche Attacken und Zuspitzungen nähmen zu. Man sehe auch genau, wann der Redner für Social Media spreche. Das sei nicht angemessen für eine Debatte, in der es um die Sache gehen sollte.

Artikel 1 von 11