Helfer: Kreml greift gezielt Kliniken an

von Redaktion

Eine Klinik in Charkiw, getroffen am 1. Juli. © Kozlov/epa

Kiew – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat Russland beschuldigt, vorsätzlich medizinische Einrichtungen in der Ukraine anzugreifen. Die Attacken auf das Gesundheitssystem und medizinisches Personal seien Teil einer „gezielten Strategie“. „Diese Angriffe sind zu systematisch, zu häufig und zu präzise, um zufällig zu sein“, erklärte der Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen in der Ukraine, Robin Meldrum. Hier sei ein „Muster“ erkennbar.

Laut dem Untersuchungsbericht wurden zwischen April 2022 und Dezember 2025 mehr als 20 von der Organisation betriebene oder unterstützte medizinische Einrichtungen angegriffen. Vier Krankenhäuser, in denen Ärzte ohne Grenzen tätig war, wurden zerstört. Auch medizinisches Personal oder deutlich gekennzeichnete Sanitäter-Fahrzeuge seien wiederholt angegriffen worden – was laut humanitärem Völkerrecht ein Kriegsverbrechen darstelle, erklärte die Organisation.

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