KOMMENTAR

Qualmen für den Fiskus und die Koalition

von Redaktion

Regierung erhöht Tabaksteuer weiter

Huch, (noch) ein Haushaltsloch! Wäre doch gelacht, wenn die Sparen-nein-danke-Koalition nicht auch dafür ein Steuerschräubchen entdeckte, an dem sich drehen lässt. Finanzminister Klingbeil, stolzer Erfinder der Superreichensteuer, ist schon fündig geworden: bei den Rauchern. Zigaretten werden bis 2030 noch etwas teurer als geplant. Statt 9 soll die Schachtel 12 Euro kosten, der Gesundheit zuliebe. Auch bei Alkohol und Zucker will die Regierung ihren Bürgern mit mehr Steuern helfen, auf den Pfad der Tugend zurückzukehren.

Seien wir nicht ungerecht: In der Tat kann sich die Regierung auf den Rat von Ärzten berufen. Vor allem Junge und Geringverdiener reagieren auf höhere Preise bei Glimmstängeln, sagen Studien. Hinzu kommt, dass die lange sinkende Zahl der Raucher zwischen 12 und 18 Jahren zuletzt wieder anstieg, von 6 % 2021 auf jetzt 10 %. Für jede junge Seele, die die Regierung dem Teufel Nikotin abjagen kann, darf sie sich also einen Orden umhängen.

Und wer partout trotzdem weiter seinem Laster frönen will, kann das bald mit besserem Gewissen tun: Er qualmt für den Fiskus und den Frieden in dieser nicht minder lasterhaften Schuldenkoalition.

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