Mainz – Zu den Auswirkungen von Social Media auf Jugendliche gibt es nach Aussage der Berliner Forscherin Annika Baumann bislang keine einheitliche Studienlage. Die vorliegenden Daten ließen jedoch den Schluss zu, dass Soziale Medien nicht die gravierenden Auswirkungen auf junge Menschen hätten, die ihnen zugesprochen würden, sagte die Leiterin der Forschungsgruppe „Wohlbefinden in der digitalen Welt“ am Berliner Weizenbaum-Institut. „Ein effektiver Kinder- und Jugendmedienschutz kann nicht auf einer einzelnen Maßnahme beruhen“, kommentierte Baumann die aktuelle Debatte in Deutschland und zahlreichen EU-Staaten über ein Social-Media-Verbot für junge Leute. Zwar seien Risiken Sozialer Medien wie Online-Mobbing, Schlafbeeinträchtigung oder unerwünschte Kontaktaufnahme durch Erwachsene real. Sie ermöglichten aber auch, Freundschaften über räumliche Grenzen hinweg aufrechtzuerhalten oder in schwierigen Situationen Zuspruch zu bekommen.