Liebich kommt ins Frauengefängnis in Chemnitz

von Redaktion

Chemnitz/Halle – Neonazi Marla Svenja Liebich ist von deutschen Beamten in das Frauengefängnis in Chemnitz gebracht worden. Liebich habe „voll kooperiert“, sagte Oberstaatsanwalt in Halle, Dennis Cernota. Die Anstaltsleitung muss nun entscheiden, ob Liebich dort bleibt. Liebich war 2023 wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu anderthalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Daraufhin ließ die 55-jährige Person ihr Geschlecht von männlich auf weiblich und ihren Vornamen von Sven zu Marla Svenja ändern.

Liebich tauchte vor Antritt der Haftstrafe unter und wurde im April dieses Jahres aufgrund eines europäischen Haftbefehls in Tschechien gefasst. Das Oberlandesgericht Prag wies vergangene Woche Beschwerden Liebichs gegen eine Auslieferung als unbegründet ab. Das Gericht bestätigte damit ein Urteil der Vorinstanz.

Artikel 3 von 11