Schwerste Angriffe seit Kriegsbeginn

von Redaktion

Explosionen lassen Einwohner Kiews nicht zur Ruhe kommen

Anwohner in Kiew begutachten nach einem russischen Raketenangriff die schweren Schäden. © Lukatsky/dpa

Kiew – Russland hat in seinem Krieg gegen die Ukraine einen der bisher massivsten Angriffe mit ballistischen Raketen auf die Hauptstadt Kiew ausgeführt. Dutzende Explosionen, teils von Flugabwehrraketen, waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „der massivsten ballistischen Angriffe auf Kiew“ sowie von einem Toten und 16 Verletzten.

„Der Feind hat über 40 Raketen verschiedener Typen abgefeuert, von denen die meisten auf die Hauptstadt gerichtet waren, sowie 120 Angriffsdrohnen“, teilte Selenskyj mit. Mehrere Häuser und auch Autos seien zerstört worden, berichteten die Behörden. Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mehreren Stadtteilen. Es sei zu Bränden gekommen.

Mit westlicher Hilfe, besonders aus Deutschland, wurde die Flugabwehr zwar modernisiert. Zuletzt klagte Kiew jedoch über einen Mangel an Lenkkörpern für das System Patriot zur Abwehr ballistischer Raketen. Insgesamt habe Russland in einer Woche etwa 1450 Drohnen, mehr als 1640 Gleitbomben und 99 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt.

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