Jedem Zweiten im Osten droht Armutsrente

von Redaktion

Berlin – Mit ihrem aktuellen Verdienst steuern Millionen Beschäftigte in Deutschland rechnerisch auf Renten unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze zu. Das zeigen Daten, die der Linken-Abgeordnete Dietmar Bartsch beim Bundessozialministerium und Statistischen Bundesamt angefragt hatte.

Demnach droht rechnerisch in Ostdeutschland mehr als jedem zweiten Beschäftigten nach 45 Jahren in Vollzeit im Alter eine Rente an der Armutsgefährdungsgrenze, bundesweit mehr als jedem dritten. Allerdings wird dabei nur vom aktuellen Verdienst ausgegangen, mögliche künftige Veränderungen sind nicht berücksichtigt.

Demnach ist ein Bruttomonatsentgelt von 3771 Euro nötig, um einen Rentenzahlbetrag in der Höhe der Armutsgefährdungsschwelle zu erreichen. Bartsch hatte von der Regierung wissen wollen, was man aktuell in Vollzeit verdienen muss, um nach 45 Beitragsjahren eine gesetzliche Rente auf so einem Niveau zu erhalten. Die Armutsgefährdungsgrenze lag laut Statistischem Bundesamt 2025 bei 1446 Euro brutto.

Laut Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts lagen zuletzt bundesweit fast 39 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse in Vollzeit unter 3700 und 44 Prozent unter 3900 Euro (April 2025).

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