Gedenkstätte kritisiert AfD-Kranz

von Redaktion

Düsseldorf/Berlin – Nach dem Eklat bei der Stauffenberg-Gedenkfeier in Berlin hat der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald der AfD eine Instrumentalisierung des Widerstands gegen die Nationalsozialisten vorgeworfen. Aus den Reihen der AfD werde dieser „seit Jahren notorisch instrumentalisiert“, sagte Jens-Christian Wagner der „Rheinischen Post“. Das geschehe, „indem suggeriert wird, man befände sich heute wie Stauffenberg, die Geschwister Scholl oder andere im Widerstand gegen wahlweise das angebliche Corona-, das Merkel-, das Ampel- oder das Merz-Regime“. Zudem verbreiteten AfD-Leute „ständig geschichtsrevisionistische und holocaustverharmlosende oder sogar NS-verherrlichende Positionen“. Für Tobias Korenke habe er „vollstes Verständnis“. Korenke ist ein Großneffe des NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer. Er hatte am Montag bei der Gedenkfeier zum Jahrestag des Stauffenberg-Attentats auf Adolf Hitler gegen einen von der AfD niedergelegten Kranz protestiert und versucht, ihn zu entfernen.

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