Der Tschernobyl-Moment der Tech-Giganten

von Redaktion

KI-Hackerangriff

Erinnerungen werden wach an Tschernobyl: Ein Test läuft aus dem Ruder – und lässt das vorher viel diskutierte „Restrisiko“ zur realen Gefahr werden. Die Künstliche Intelligenz von Open AI, die ins Internet „ausgebrochen“ ist und dort zum Hacker wurde, bestätigt all die düsteren Warnungen von Experten: Was, wenn die KI eigenständig gegen unsere menschlichen Interessen handelt? Open AI, später dann Anthropic wurden ursprünglich sogar wegen dieser Gefahren gegründet, nach dem Motto: Wir, die Guten, müssen das entwickeln, damit diese potenziell so gefährliche Technik nicht in falsche Hände gerät.

Open AI hat sich von diesem anfänglichen humanitären Anspruch längst gelöst. Und der Tschernobyl-Vergleich passt nun auch insofern, als Open AI wie damals die Sowjetunion nicht von sich aus auf den Super-GAU hingewiesen hat. Mit einer Woche Verspätung hat erst das Hacking-Opfer den KI-Überfall öffentlich gemacht.

Donald Trump hat die Unterstützung von Elon Musk und Co. gewonnen, weil er sich anders als die Biden-Demokraten gegen jegliche Regulierung der Tech-Giganten ausgesprochen hat. Dazu kommt, dass US-Kriegsminister Pete Hegseth sich leider mehr für das Potenzial von KI als Cyberwaffe interessiert als für unseren Schutz – und in Peking oder Moskau werden die Militärs das wohl ähnlich sehen. Die Hoffnung ist, dass die Trump-Regierung durch diesen Vorfall nun wachgerüttelt wird und sich doch noch für vernünftige Gesetze zur Bändigung der KI entscheidet.KLAUS.RIMPEL@OVB.NET

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