Natürlich ist es eine simpel gestrickte Polit-PR, wenn nun der Landtag einen freiwilligen „Uniform-Tragetag“ in den Firmen anregt. Das regeln Arbeitgeber und Arbeitnehmer ganz gut selber, wenn sie wollen; die Versicherungskammer in München hat da neulich ein starkes Vorbild geliefert. Verständlich ist die Stoßrichtung dennoch. Wer Uniformen nicht auf ein Symbol für Autorität eingrenzt, sondern als Signal von Sicherheit, Gemeinsinn, gesellschaftlichem Engagement, darf sich über Träger im öffentlichen Raum freuen.
Dazu gehören ja nicht nur Bundeswehr und Polizei, sondern auch Bergwacht, THW, Feuerwehren, Rettungsdienste und etliche mehr, viele davon im Ehrenamt. Zum Glück hat sich der Blick auf Uniformen in unserer Gesellschaft deutlich entspannt. Nicht auf die mitunter scheinheilige US-Art, ihre Soldaten im öffentlichen Raum zu glorifizieren (und Veteranen traumatisiert in der Gosse liegen zu lassen), aber auch in Deutschland sind schiefe Blicke auf Flecktarn zum Glück seltener. Weiter so. Ein Beitrag, den die Politik, auch mit Input auf Landesebene, gerne leisten soll: sich um stabile Modelle für Zivildienst und Wehrpflicht kümmern.