Trump will eingefrorenes Geld einsetzen

von Redaktion

Trump reagiert auf iranische Angriffe auf Schiffe. © Loeb/AFP

Washington – US-Präsident Donald Trump will eingefrorene iranische Vermögenswerte dafür nutzen, durch Angriffe des Iran angerichtete Schäden an Schiffen zu begleichen. Mit den Vermögen sollten „Schäden an Schiffen und deren Ladung“ kompensiert werden, erklärte Trump am Donnerstag (Ortszeit). Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bezeichnete dies als „Beschlagnahmung“ und „brandgefährlichen Präzedenzfall“. Die US-Armee setzte unterdessen die 13. Nacht in Folge ihre Luftangriffe auf den Iran fort.

Ziele der Angriffe seien unter anderem Kommandostellen, Drohnenlager, Überwachungseinrichtungen an der Küste und Schiffe gewesen, erklärte das US-Regionalkommando Centcom. Dadurch solle die „Bedrohung für die Handelsschifffahrt durch die Islamischen Revolutionsgarden“ verringert werden. Iranische Staatsmedien berichteten, dass die Stadt Ahwas im Süden des Landes getroffen worden sei. Vier Menschen seien getötet und fünf weitere verletzt worden.

Die iranischen Streitkräfte griffen ihrerseits Einrichtungen der US-Armee in Bahrain und Jordanien an. In Bahrain seien Kraftstoffdepots, Materiallager und eine Kaserne auf dem Luftwaffenstützpunkt Issa mit Drohnen attackiert worden, hieß es. In Jordanien sei der Militärstützpunkt Al-Asrak mit Drohnen angegriffen worden. Zudem sei in Bahrain ein Datenzentrum des US-Unternehmens Amazon zerstört worden, teilten die iranischen Revolutionsgarden nach Angaben des Staatsfernsehens mit.

Auch in der Nähe des Flughafens von Erbil in der autonomen Kurdenregion im Nordirak gab es am Freitag eine Explosion. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah Rauch unweit des Flughafens aufsteigen, auf dem Soldaten der von den USA angeführten Militärkoalition stationiert sind.

Die Vereinten Nationen forderten unterdessen die Evakuierung von etwa 6000 Seeleuten auf blockierten Schiffen nahe der Straße von Hormus. „Die Konfliktparteien sollten dringend darauf hinwirken, den sicheren Transit für die festgesetzten Seeleute zu ermöglichen“, sagte eine Sprecherin von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk.

Nach Angaben der US-Armee hatte der Iran in den vergangenen drei Monaten mehr als 30 Handelsschiffe in der Straße von Hormus angegriffen. Die Kontrolle der Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman ist einer der Hauptstreitpunkte zwischen Washington und Teheran. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine wichtige Handelsroute.

Nach einer kurzfristigen Entspannung im Iran-Krieg hatte der Iran die Meerenge de facto wieder geschlossen. Die USA verhängten im Gegenzug erneut eine Blockade iranischer Häfen.

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