IN KÜRZE

von Redaktion

UN-Generalsekretär besucht Syrien

Damaskus – Beim ersten Besuch eines UN-Generalsekretärs in Syrien seit 2009 hat António Guterres internationale Unterstützung für das vom Bürgerkrieg gezeichnete Land gefordert und Israels Vorgehen an den Golanhöhen kritisiert. „Was in der Region um die Golanhöhen geschieht, ist völlig inakzeptabel“, sagte Guterres in Damaskus. Syriens „Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität“ müssten „vollständig respektiert“ werden. Der syrische Außenminister al-Schaibani forderte an Guterres‘ Seite einen „sofortigen und bedingungslosen israelischen Rückzug“ von den Golanhöhen.

„Kakerlaken“-Protest in Indien endet

Neu Delhi – Die „Kakerlaken“-Bewegung (CJP) in Indien hat sich nach tagelangen Kundgebungen gegen die Missstände im Bildungssystem mit der Regierung geeinigt und ihren Protest eingestellt. Die Regierung habe alle ihre Forderungen „akzeptiert“, erklärte CJP-Sprecher Ashutosh Ranka und rief zu einem Ende der Proteste auf. Kurz zuvor hatte Bildungsminister Dharmendra Pradhan seinen Rücktritt verkündet und damit eine der Forderungen erfüllt. Zu den weiteren Forderungen zählen Entschädigungen für von Prüfungsunregelmäßigkeiten betroffene Studenten sowie die Einstellung von Gerichtsverfahren gegen Demonstranten.

Rom bietet Ukraines Ex-Minister Job an

Kiew/Rom – Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat seinem ukrainischen Ex-Kollegen Mychajlo Fedorow nach dessen Entlassung einen Beraterposten angeboten. Der Vertraute von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni lobte Fedorow in der Tageszeitung „La Repubblica“ als ausgesprochen innovativen Politiker. Deshalb habe er ihn am Tag nach der Entlassung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj angerufen und gefragt: „Wann möchtest du nach Rom kommen, um als Berater mit mir zusammenzuarbeiten?“ Konkret wurden die Pläne nach Crosettos Darstellung jedoch nicht, der in der Ukraine sehr populäre Fedorow habe „gerührt“ reagiert.

Demokraten ziehen Kandidaten zurück

Washington – Die Demokratische Partei im US-Bundesstaat Maine hat einen neuen Senatskandidaten bestimmt, nachdem sich der ursprüngliche Kandidat Graham Platner nach Vergewaltigungsvorwürfen aus dem Rennen zurückgezogen hatte. Die Delegierten stimmten auf einem Nominierungsparteitag für den früheren Präsidenten des Senats von Maine, Troy Jackson. Er soll nun gegen die republikanische Amtsinhaberin Susan Collins antreten. Im Gegensatz zu dem Quereinsteiger Platner ist der 58-jährige Jackson seit Jahrzehnten in Maine politisch aktiv. Jackson ist gelernter Holzfäller und wuchs an der Grenze zum französischsprachigen Teil von Kanada auf.

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