Noch ein Anschlag auf uns alle

von Redaktion

Terror gegen den Berliner CSD

Es hört nicht auf. Am Samstagvormittag trugen im rheinland-pfälzischen Landstuhl die erschütterten Eltern ihren 22-jährigen Sohn Marius zu Grabe, der vor wenigen Tagen auf offener Straße von einem Afghanen (22) erstochen wurde. Marius kannte seinen Mörder nicht. Das taten auch die Menschen nicht, die Samstagnacht in Berlin fröhlich den CSD feierten und jetzt um ihr Leben kämpfen, weil der wegen schwerer Körperverletzung und als IS-Anhänger polizeibekannte Deutsch-Libanese Abdul Ballout sein Auto in die Menschenmenge steuerte. Eine von ihnen hat diesen Kampf bereits verloren.

Einen „Angriff auf unsere Gesellschaft“ nennt der Kanzler den Terror gegen den CSD. Richtig. Doch Angriffe dieser Art gibt es im Kleinen inzwischen jede Woche. Oft bleibt der Aufschrei aus, weil die Menschen sich an die Gewalt von Zuwanderern aus dem arabischen Raum, von denen manche unser freies Leben hassen und uns verachten, gewöhnt haben. „Es muss sich etwas ändern in Deutschland!“, hatte der gebrochene Vater von Marius, selbst CDU-Politiker, vor wenigen Tagen gesagt. Doch es ändert sich noch immer zu wenig. Der Schaden einer gescheiterten Migrationspolitik ist kaum zu reparieren, mag sich Bundesinnenminister Dobrindt noch so sehr mühen.

Schwule und Juden verlassen heute Berlin, weil sie sich nicht mehr sicher fühlen. Und es ist nicht nur Berlin. Gleichgeschlechtliche Pärchen berichten, dass verächtliche Blicke und Beleidigungen alltäglich geworden sind, wenn sie nachts Händchen haltend durch ihre Stadt ziehen und auf Gruppen junger Migranten stoßen. Zum Spießrutenlauf kann der früher unbeschwerte Ausgehabend auch für Frauen werden, wenn ihr Rock in den Augen von jungen Männern zu kurz ist.

Nein, liebe Grüne, liebe Linke: Das ist kein anti-muslimischer Rassismus, der gerade in Berlin so wortreich beklagt wird. Den gibt es leider (!) auch. Aber warum? Viele Menschen wissen nicht mehr, was im Kopf ihres Gegenübers vorgeht, werden misstrauisch und gehen Fremdenfeinden auf den Leim. Eine linke Debattenkultur hat es zu lange nicht erlaubt, die Probleme zu benennen, mit denen die Bürger heute täglich leben müssen. Statt sich der Realität zu stellen, wurde zu oft weggesehen, erhielten „traumatisierte“ Täter Strafrabatt. Der 21-jährige Amerikaner, dem junge Syrer in einer Dresdener Trambahn das Gesicht zerschnitten, beklagte dieser Tage erst, dass milde Urteile wie in seinem Fall dem Staat keinen Respekt verschafften. Unter den Folgen wie wachsende Fremdenfeindlichkeit leidet niemand mehr als die größtenteils friedlichen Migranten selbst.

Mit Händen zu greifen ist die Doppelmoral bei den Schwulenparaden, wo Veranstalter und linke Politiker tanzend die Vielfalt feiern und sich lieber in ausgiebigen Debatten darüber spreizen, ob CDU- und CSU-Wagen teilnehmen dürfen, als sich der bitteren Wahrheit zu stellen: Queeres und jüdisches und überhaupt unser aller freies Leben ist heute bedroht, weil ein mittelalterliches Denken nach Deutschland eingewandert ist und hier im Namen der Toleranz nicht entschlossen genug bekämpft wird. Diskutiert werden aber soll nach Meinung vieler Linker nicht darüber, sondern über Trump und die AfD. Die sind schlimm genug, doch wissen Schwule heutzutage recht gut, vor wem sie mehr Angst haben müssen. Darüber, dass erboste Wähler Landtagswahlen dann zu Plebisziten umgestalten, sollte sich wirklich keiner mehr wundern.GEORG.ANASTASIADIS@OVB.NET

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