Österreich will längere Wehrpflicht
Wien – Österreich will den Wehrdienst um drei Monate auf künftig insgesamt neun Monate verlängern. Einen entsprechenden Beschluss gab die österreichische Bundesregierung bekannt. Der Einigung war ein langes Ringen der Koalitionäre vorausgegangen. Die Drei-Parteien-Koalition will nun auf die rechte FPÖ und die Grünen im Parlament zugehen, da für die Änderung eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig ist. Sie soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.
AfD will eigene Halle in NRW kaufen
Düsseldorf – Die AfD will in Nordrhein-Westfalen eine eigene Halle kaufen. Man habe eine konkrete Möglichkeit, heißt es in einem Schreiben von Parteichef Martin Vincentz und Schatzmeister Christian Blex an alle Mitglieder. Die Halle koste 3 Millionen Euro. Eine Million Euro wolle man über Spenden einwerben. Hintergrund: Die AfD muss – wie jede Partei – regelmäßige Versammlungen abhalten, um etwa interne Wahlen abzuhalten oder Listen aufzustellen. Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten gestaltet sich laut dem Landesverband aber schwierig. Viele Hallenbetreiber wollten die AfD nicht.
Widerstand gegen Abschiebeflug
Leipzig – Gegen einen möglichen Abschiebeflug nach Afghanistan regt sich in Leipzig Widerstand. Ein antirassistisches Bündnis rief am Montag bereits zu Protesten am Flughafen Leipzig und am Dienstag in der Leipziger Innenstadt auf. Die Aktivisten gehen davon aus, dass eine halbe Stunde nach Mitternacht in der Nacht zum Dienstag eine Abschiebung mit einem Charterflug vom Flughafen Leipzig/Halle erfolgt. „Diese Abschiebungen können nur aufgrund der dreckigen Hinterzimmerdeals der Bundesregierung mit den Taliban stattfinden“, erklärte die Bündnissprecherin.
99 Peitschenhiebe für Filmstar im Iran
Teheran – Im Iran ist der bekannte Filmstar Pejman Dschamschidi nach einer landesweiten MeToo-Debatte laut seiner Verteidigung vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Das Gericht habe den 48 Jahre alten Schauspieler jedoch wegen einer „unerlaubten Beziehung“ zu 99 Peitschenhieben verurteilt, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars.
Burnham: Keine vorzeitige Neuwahl nötig
London – Der neue britische Premierminister Andy Burnham sieht trotz des Umbaus an der Regierungsspitze in London keinen Grund für eine vorgezogene Neuwahl. Das sagte Burnham in seinem ersten großen TV-Interview als Regierungschef der BBC. Millionen Menschen hätten sich bei der vergangenen Parlamentswahl für das Wahlprogramm der sozialdemokratischen Labour-Partei entschieden, so Burnham.