Moskau meldet fünf Tote durch Kiews Drohnen

von Redaktion

Ukraine greift Ölanlagen am Don in Südrussland an – Iran kündigt Vergeltung für Attacke auf Frachter an

Effektive Waffe: Kiew setzt auf Drohnen. © dpa

Kiew – Bei einem ukrainischen Angriff mit hunderten Drohnen auf Rostow am Don im Südwesten Russlands sind russischen Behörden zufolge in der Nacht zum Montag fünf Menschen getötet und weitere verletzt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die ukrainischen Streitkräfte hätten ein Exportterminal in der Region Rostow angegriffen. Zudem habe die ukrainische Armee Ölanlagen in den Regionen Jaroslawl und Udmurtien tief im Landesinneren attackiert.

Die Einsatzkräfte hätten nach dem Angriff in Rostow am Don „drei weitere Todesopfer, darunter ein Kind“ in den Trümmern eines Wohngebäudes gefunden, schrieb der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sliussar, im Onlinedienst Telegram. Zuvor hatte er die Zahl der Toten noch mit zwei angegeben und erklärt, dass bei dem nächtlichen Luftangriff „ein Ehepaar“ getötet worden sei.

Zudem teilte Sliussar mit, dass fünf Menschen verletzt worden seien, darunter ein Jugendlicher. Der Angriff habe Warenlager in Brand gesetzt und mehrere Gebäude beschädigt, darunter ein Obdachlosenheim.

Selenskyj erklärte: „In der vergangenen Nacht waren unsere Langstrecken-Sanktionen in der Region Rostow wirksam. Ein etwa 250 Kilometer von der Frontlinie entfernter Exportterminal wurde getroffen.“

Zudem habe es ukrainische Angriffe auf „Ölanlagen in der Region Jaroslawl und in der Republik Udmurtien gegeben, die 1300 Kilometer von der ukrainischen Staatsgrenze entfernt liegt“, teilte der ukrainische Präsident mit. Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur zielten darauf ab, Russland die Finanzierung des Konflikts künftig unmöglich zu machen, erklärte er.

Der ukrainische Geheimdienst SBU berichtete zudem von Drohnenangriffen auf mit internationalen Sanktionen belegte Frachtschiffe, „die zum Transport militärischer Fracht zwischen dem Iran und Russland“ genutzt worden seien. Das Kaspische Meer ist ein Binnengewässer, das unter anderem an den Iran und Russland grenzt.

Teheran drohte Kiew mit Vergeltung für den Angriff auf einen iranischen Frachter im Kaspischen Meer. Die Folgen seien für die Ukraine „nicht vorhersehbar“.

Artikel 3 von 11