Syriens Präsident will Deal mit Israel

von Redaktion

Beendet er den Kriegszustand mit Israel? Syriens Präsident Ahmed al-Scharaa © epa

Damaskus – Syrien arbeitet nach Darstellung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa aktiv daran, unter Beteiligung mehrerer anderer Länder eine Sicherheitsvereinbarung mit Israel zu erzielen. Angaben des Senders Al Jazeera zufolge äußerte al-Scharaa die Hoffnung, dass ein solches Abkommen den Weg zu einem umfassenden Frieden ebnen könnte. Grundlage des Berichts ist ein Interview mit al-Scharaa, über das der Sender auf seiner Internetseite berichtete.

Israel und Syrien hatten sich Anfang Januar 2026 darauf geeinigt, einen Kommunikationskanal unter US-Aufsicht einzurichten. Dieser sollte als Plattform dienen, um Geheimdienst-, Sicherheits- und Handelsfragen zu koordinieren sowie Streitigkeiten beizulegen und Missverständnisse zu vermeiden. Im September vergangenen Jahres hatten beide Seiten Gespräche über ein Sicherheitsabkommen bestätigt. Konkret geht es darum, die Präsenz syrischer und israelischer Truppen und Sicherheitskräfte im Grenzgebiet zu regeln.

Israel und Syrien befinden sich seit 1948 offiziell im Kriegszustand, es wurde nie ein Friedensvertrag geschlossen. Die von Israel 1967 besetzten und 1981 annektierten Golanhöhen sind ein zentraler Streitpunkt. Die Annexion wird international nicht anerkannt.

Nach dem Sturz des früheren syrischen Langzeitherrschers Baschar al-Assad Ende 2024 hat Israels Armee Einsätze im südlichen Syrien deutlich ausgeweitet und Truppen in eine von den Vereinten Nationen kontrollierte entmilitarisierte Pufferzone zwischen den von Israel besetzten Golanhöhen und Syrien verlegt. Israels Armee greift zudem immer wieder Ziele in Syrien an, laut eigenen Angaben etwa, um Waffenlager oder militärisches Gerät zu zerstören und Angriffe von Extremisten zu verhindern.

UN-Generalsekretär António Guterres hatte bei einem Besuch in Syrien am Wochenende gesagt, dass die Entwicklungen in der Region der Golanhöhen inakzeptabel seien. Die Golanhöhen seien „syrisches Hoheitsgebiet“, betonte er in einer Mitteilung.DPA

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