Iran richtet Systemkritiker hin
Teheran – Im Iran sind im Zuge einer Hinrichtungswelle abermals zwei Männer im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres exekutiert worden. Den Männern sei zur Last gelegt worden, bei den Massenprotesten an der Ermordung von Polizeibeamten in der Stadt Isfahan beteiligt gewesen zu sein, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Die beiden Männer wurden iranischen Medienberichten zufolge in der Öffentlichkeit gehängt. Sie seien dort hingerichtet worden, wo die Polizisten ums Leben gekommen waren, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr.
Guterres vermittelt auf Zypern
Nikosia – UN-Generalsekretär António Guterres hält sich zu Gesprächen mit der griechischen und türkischen Seite in Zypern auf. Er befinde sich auf der Mittelmeerinsel, um seinen Einsatz für die „Suche nach einer umfassenden und nachhaltigen Lösung der Zypernfrage zu bekunden“, erklärte Guterres. Es ist der erste Besuch eines UN-Generalsekretärs auf der geteilten Insel seit 2010. Er betonte, die Uno könne „keinen Frieden aufzwingen“. Nur die Zyprer könnten das „durch ihre Anführer schaffen“.
Taliban zerstören Smartphones
Kabul – Knapp fünf Jahre nach ihrer Machtübernahme in Afghanistan verbieten die Taliban ihren eigenen Regierungsbeamten die Verwendung von Smartphones. Die Anweisung der Taliban-Führung sehe unter anderem Kündigung bei Missachtung der Regelung vor, berichtet die UN-Hilfsmission für Afghanistan (Unama). Der Sender RFE/RL veröffentlichte Videoaufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie Mitglieder der Taliban Smartphones zerstören. Mit Werkzeugen werden Displays kaputt geschlagen.
Böller-Attacke auf AfD-Politikerin
Gelsenkirchen – Nach Böllerwürfen in Richtung des Hauses der nordrhein-westfälischen AfD-Landtagsabgeordneten Enxhi Seli-Zacharias in Gelsenkirchen hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Es bestehe „der Anfangsverdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion“, teilte die Polizei mit. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.
Waigel wirbt für Autobahn-Maut
Seeg – Der langjährige Bundesfinanzminister Theo Waigel (87) warnt vor der „massiven Neuverschuldung“ für die Aufrüstung und schlägt unter anderem die Einführung einer Autobahn-Maut vor. „Sie werden sich wundern, dass der Vorschlag von einem CSU-Mann kommt: Aber ich schlage eine Autobahn-Maut vor“, sagte Waigel dem „Stern“. „Und zwar für alle – nicht als Bestrafungsaktion für Ausländer, wie die unglückliche letzte Idee meiner Partei.“