Hunderte Migranten in spanischer Exklave Ceuta

von Redaktion

Ceuta – Die Ankunft von mehr als 1500 Migranten binnen weniger Tage in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta hat die Behörden in Alarmbereitschaft versetzt. Unter den Ankömmlingen seien viele Minderjährige und Kinder, berichtete der TV-Sender RTVE. Die Regionalregierung forderte die Ausrufung des nationalen Notstands und den Einsatz des Militärs an der Grenze zu Marokko. Madrid ordnete daraufhin den Einsatz von in Ceuta stationierten Armee-Einheiten zur Unterstützung der Grenzbeamten an, wie „El País“ berichtete. Es handele sich um 120 Soldaten.

Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte am Nachmittag mitgeteilt, man setze „alle Hebel in Bewegung, um umgehend auf die Lage in Ceuta zu reagieren“. Oppositionsführer Alberto Nuñez Feijóo von der konservativen PP sprach von einer „verzweifelten Situation“.

Die Migranten sind nach Behörden-Angaben in den vergangenen Tagen überwiegend schwimmend nach Ceuta gelangt. Die Exklave selbst hat nur knapp 85.000 Einwohner. Bereits am Mittwoch hatte Regionalpräsident Juan Jesús Vivas erklärt, die Aufnahmeeinrichtungen seien völlig überlastet. Laut RTVE sollen illegal eingereiste Menschen möglichst schnell zurückgeführt werden.

Ceuta hat, wie die spanische Exklave Melilla, die einzige Landgrenze der EU mit Afrika. Deshalb sind die Gebiete regelmäßig Ziel von Menschen, die auf ein besseres Leben in Europa hoffen.

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