Trumps Frust über die verfahrene Lage

von Redaktion

Insider: Präsident hat den iranischen Widerstand unterschätzt – Geht der US-Luftabwehr die Munition aus?

Suche nach einem Ausweg: Donald Trump. © Brandon/dpa

Washington/Teheran – Schon lange wird gemutmaßt, Donald Trump habe sich bei der Planung des Iran-Krieges verkalkuliert und die Widerstandskraft Teherans massiv unterschätzt. Nun bestätigt ein Insider diese Theorie. Der US-Präsident sei über die verfahrene Lage„verärgert“, zitierte der Sender NBC News einen US-Beamten. Trump habe wohl nicht damit gerechnet, dass es so schwierig sein würde, die Iraner zu einer Einigung zu bewegen. Seine Sicherheitsberater könnten sich zudem nicht auf eine Strategie einigen.

Nach Informationen des „Wall Street Journals“ hat der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommandos Centcom, Brad Cooper, eine Option für zehn- bis 14-tägige intensive Luftangriffe zur Schwächung der iranischen Raketenkapazitäten ausgearbeitet. Trump könne sich entweder für Coopers Option entscheiden – wenngleich es Warnungen gibt, dass den USA die Munition für die Luftabwehr ausgeht. Oder für einen begrenzten Schlag in der Hoffnung, dass der diplomatische Weg weiterverfolgt werden kann, hieß es.

Nach einigen beschussfreien Nächten hatten sich die USA und der Iran zuletzt erneut einen Schlagabtausch geliefert. Als Antwort auf Irans „versuchten Überraschungsangriff“ gegen die US-Truppen im Nahen Osten vom Mittwoch bombardierte das US-Militär seinerseits wieder Ziele. Es seien militärische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie Küstenüberwachungs- und Verteidigungsanlagen angegriffen worden.

Zuvor hatten iranische Medien Explosionen im Süden des Landes gemeldet. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars berichtete über Angriffe auf der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie in der Provinz Buschehr. Nach Angaben des US-Regionalkommandos zielten die Angriffe darauf ab, „die Bedrohungen, die vom Iran und seinen Stellvertretern (…) ausgehen“, weiter zu verringern.

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