Explosion mitten in Moskau: General als Ziel?

von Redaktion

Moskau – Nach der tödlichen Explosion eines Sprengsatzes mitten in einem Moskauer Partyviertel sind die Hintergründe offiziell unklar. Mehrere Nachrichtenkanäle auf Telegram berichteten darüber, dass die Zahl der Todesopfer auf fünf gestiegen sei, darunter die Attentäterin. Wie ein ntv-Korrespondent berichtet, soll der Anschlag dem russischen Generaloberst Alexander Tschaiko gegolten haben. Tschaiko ist Kommandeur der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte.

Tschaiko feierte am Abend vermutlich seinen 55. Geburtstag in dem Nobelrestaurant im Erdgeschoss eines der sieben markanten Moskauer Hochhäuser aus der Stalin-Zeit. Er wird verdächtigt, an den schweren Kriegsverbrechen und Tötungen im ukrainischen Butscha im Frühjahr 2022 beteiligt gewesen zu sein.

Russland ist in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Anschlägen geworden. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 haben die ukrainischen Geheimdienste mehrere Anschläge auf Offiziere der russischen Armee oder prominente Unterstützer des russischen Vorgehens im Nachbarland für sich in Anspruch genommen oder sind für solche Angriffe verantwortlich gemacht worden.

So machte Russland die Ukraine für den Tod von General Jaroslaw Moskalik bei einer Autoexplosion in der Nähe von Moskau im April 2025 verantwortlich. Im Dezember 2024 wurde der russische General Igor Kirillow bei der Explosion eines Rollers tödlich getroffen.

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