Redordbesuch: Hamburg zeigt Flagge bei CSD

von Redaktion

Hamburg – Eine Woche nach dem tödlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin hat ein Umzug der queeren Community in Hamburg rund 300.000 Menschen auf die Straße gebracht. Mit 60 Lastwagen als fahrende Bühnen von Unternehmen, Vereinen, Parteien und evangelischer Kirche bewegte sich die Parade durch den Stadtteil St. Georg in Richtung Innenstadt. Das Motto lautete: „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!“.

Die Zahl von 300.000 Teilnehmern nannte eine Polizeisprecherin nach Absprache mit dem Veranstalter, dem Verein Hamburg Pride. Es seien so viele auf den Straßen gewesen wie nie zuvor bei einem Christopher Street Day in Hamburg, erklärte Vereinssprecher Manuel Opitz. Im vergangenen Jahr waren etwa 260.000 Menschen gekommen. Die Demonstration fand zum 46. Mal statt.

Die Polizei sprach von einer friedlichen und ausgelassenen Stimmung. Es sei zu keinen Zwischenfällen gekommen. In Berlin hatte der islamistische Attentäter Abdul B. mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere vermutlich mit einer Machete attackiert. Eine Frau aus Polen starb, 31 Menschen wurden verletzt. Der 21-Jährige war am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz erschossen worden.

Nach dem Anschlag hatten Politiker von SPD und Grünen zur Teilnahme in Hamburg aufgerufen. „Von Gewalt und Hass lassen wir uns nicht einschüchtern“, erklärte SPD-Fraktionschef Matthias Miersch auf Instagram. Udo Lindenberg schrieb: „Lasst uns Haltung zeigen. Gegen Hass und Hetze. Gegen Gewalt. Gegen Ausgrenzung und beknackste Prüderie. Für Vielfalt. Für Respekt. Für Menschlichkeit. Für ein friedliches Miteinander. Für die wunderbare LGBTQIA+-Community.“DPA

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