KOMMENTAR

Bayern braucht das Giga-Projekt

von Redaktion

„Blue Swan“-Bewerbung eingereicht

Mein lieber Schwan: Das Projekt „Blue Swan“, mit dem sich jetzt Bayern bei der EU bewirbt, klingt abstrakt bis gigantös. Für den Freistaat ist das riesige Rechenzentrum, zig Milliarden als Investition von Staat und Firmen, aber eine große Chance, gerade für die gebeutelte Gegend um Schweinfurt ein Hoffnungsstrahl. Das Projekt schafft Jobs und Bauaufträge in einer Industrieregion, in der Maschinenbau und Autozulieferer einen verheerenden Einbruch erleben.

Technisch erscheint der Standort geeignet. Platz ist da seit dem (auch dramatischen) US-Truppenabzug 2014. Starke Energienetze stehen noch bereit, auch wenn das AKW in Grafenrheinfeld plattgemacht wurde, dazu ein Internetknoten. Strategisch braucht Europa mehrere „KI-Gigafactorys“, um bei der Rechenleistung die totale Abhängigkeit von USA und China zu verhindern.

Der Kampf um die fünf Standorte in der EU läuft und wird hart. Noch gibt es keine geeinte deutsche Bewerbung, vielleicht muss man da noch nachsteuern. Für ganz Süddeutschland, für das Forschungsumfeld, wäre der Zuschlag 2027 ein Erfolg. Noch ein zentrales Projekt der Hightech-Agenda, das zu Unrecht belächelt wurde.

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