Berlin – Die Zahl der Minderjährigen mit Anspruch auf Grundsicherung ist innerhalb eines Jahres von 1,75 auf 1,64 Millionen gesunken. Davon hatten im Dezember 2025 fast 860.000 die deutsche und mehr als 780.000 eine ausländische Staatsangehörigkeit, wie die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD schreibt.
Die Anteile blieben auf einem ähnlichen Niveau, mit einem leichten Anstieg bei jenen mit deutscher Staatsangehörigkeit auf rund 52 Prozent, während rund 48 Prozent der Minderjährigen eine ausländische Staatsangehörigkeit hatten. Kinder erhalten in der Regel Grundsicherung, wenn die Eltern das Existenzminimum nicht selbst decken können.
Insgesamt lag die Quote minderjähriger Kinder mit Leistungen nach dem einschlägigen Sozialgesetzbuch II im Dezember 2025 bei 11,7 Prozent, so die Regierung. Bei Kindern mit deutscher Staatsangehörigkeit waren es demnach 7,2, bei Kindern mit einer anderen Staatsangehörigkeit 36,8 Prozent.
Über alle Altersgruppen gab es im März 2026 laut einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vom Juni rund 180.000 weniger ausländische Bezieher von Grundsicherung als vor einem Jahr. Die SGB-II-Hilfequote der ausländischen Bevölkerung lag bei 19 Prozent, 1,4 Punkte weniger als im März 2025.