Hormus: Neue Lösung in Sicht?

von Redaktion

Vermittlungsversuche zwischen dem Iran und den USA gehen weiter

Teheran/Doha/Washington – Nach der jüngsten Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran gehen Bemühungen um ein diplomatisches Beilegen des Konflikts weiter. „Alle in der Region arbeiten gemeinsam, um eine Eskalation zu vermeiden“, sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, in der Hauptstadt Doha. Er sprach von laufenden diplomatischen Bemühungen, die „bereits weit fortgeschritten“ seien. Eine Lösung für die Schifffahrt in der Straße von Hormus wird Angaben aus Katar und den USA zufolge in Kürze erwartet.

US-Finanzminister Scott Bessent stellte eine mögliche Wiedereröffnung der Meerenge in Aussicht. „Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen“, sagte er am Dienstag. Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung entgegnete er, er gehe von einer freien Durchfahrt aus. Auch der katarische Außenamtssprecher al-Ansari sagte, eine Einigung zur Meerenge sei bisher nicht erreicht – dies könne sich jedoch „in den nächsten Tagen oder Stunden ändern“.

Noch am Montag hatte Trump Teheran erneut gedroht, um eine Verhandlungslösung zu erreichen. Im Weißen Haus sagte er: „Ich möchte ihnen jede letzte Chance vor der Enthauptung geben“. Zuerst solle es um eine Öffnung der wichtigen Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman gehen, dann um eine Lösung im Streit um das iranische Atomprogramm.

Der Iran hatte zuletzt bereits eine Art Rundkurs für die für den internationalen Handel wichtige Meerenge ins Spiel gebracht. Die Idee: Gemeinsam mit dem Anrainerstaat Oman könnten Frachter auf einer nördlichen Route durch iranische Hoheitsgewässer in die Straße von Hormus einfahren. Nachdem die Schiffe Häfen im Iran oder in arabischen Golfstaaten angelaufen haben, könnten sie für die Rückfahrt eine südliche Route durch omanische Hoheitsgewässer nutzen.

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