CSD-Anschlag: Weiter offene Fragen
Berlin – Bei der Aufklärung des Anschlags am Rande des Berliner CSD sehen Innenpolitiker im Bundestag noch viele offene Fragen, erklärte der Grünen-Abgeordnete Marcel Emmerich nach einer digitalen Sondersitzung des Innenausschusses. „Warum konnte der Täter trotz seiner Gefährlichkeit auf freiem Fuß bleiben? Welche Erkenntnisse lagen den Behörden vor? Und gab es weitere Beteiligte?“ Die Abgeordneten hatten fast dreieinhalb Stunden nicht öffentlich getagt. Zu Gast waren Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Verfassungsschutz-Präsident Sinan Selen, BKA-Chef Holger Münch, der Präsident der Bundespolizei Dieter Romann sowie Generalbundesanwalt Jens Rommel.
Umfrage: AfD baut Vorsprung aus
Berlin – In einer Forsa-Umfrage für RTL gewinnt die AfD auf Bundesebene einen Prozentpunkt hinzu und kommt auf 28 Prozent. Die Union liegt mit 21 Prozent auf Platz zwei, dahinter kommen die Grünen mit 16 Prozent. SPD und Linke erreichen jeweils 12 Prozent. Die FDP bleibt bei 4 Prozent. Auffällig ist mit derzeit 27 Prozent der hohe Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen.
Ukraine nimmt erneut Onlinehändler ins Visier
Kiew/Moskau – Die Ukraine hat erneut an mehreren Stellen den größten russischen Online-Versandhändler Wildberries angegriffen. Nach einer Attacke auf ein Lagerhaus in der Siedlung Krasny Bor im Gebiet Leningrad um die Metropole St. Petersburg brach nach Angaben von Gouverneur Alexander Drosdenko ein Feuer aus. Das Unternehmen bestätigte einen Brand an einem Logistikzentrum in Krasny Bor. Verletzte gebe es nicht.
Weitere Festnahme von CHP-Bürgermeister
Izmir – In der Küstenmetropole Izmir im Westen der Türkei ist ein weiterer Bürgermeister der größten Oppositionspartei CHP festgenommen worden. Neben dem Bürgermeister der Gemeinde Menderes, Ilkay Cicek, wurden 12 Menschen im Großraum Izmir festgenommen, gegen die laut staatlicher Nachrichtenagentur Anadolu unter anderem wegen Bestechung, Urkundenfälschung und Amtsmissbrauch ermittelt wird.
Afghanistan: Eskalation der Hungerkrise droht
Kabul – Die Hungerkrise in Afghanistan nimmt nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) immer verheerendere Ausmaße an. Die Kürzung der Entwicklungshilfe vieler Geberländer bedeute, dass das WFP nur noch eins von neun unterernährten Kindern in dem Land unterstützen kann, berichtet der WFP-Landesvertreter für Afghanistan. Die Unterernährung habe ein bislang nicht da gewesenes Ausmaß erreicht, warnt er. 47 Prozent der Minderjährigen seien im ersten Quartal dieses Jahres unterernährt gewesen.