Berlin/München – Ernährungssicherheit und Lebensmittelsicherheit werden im Bundesagrarministerium miteinander verknüpft: Minister Alois Rainer führt in seinem Hause das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Max Rubner-Institut (MRI) und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in einem neuen Bundeszentrum für Risikobewertung und Ernährung zusammen. Das soll einen doppelten Effekt bringen, wie das Ministerium gestern in Berlin berichtete. Einerseits führe es zu einer Verschlankung der Strukturen, zudem würden die Kompetenzen gebündelt. „Zuständigkeiten werden klarer geordnet, wissenschaftliche Expertise enger vernetzt und Abstimmungsprozesse effizienter gestaltet“, so das Ministerium.
Die Zusammenführung der Nationalen Referenzlaboratorien erhöht die Leistungsfähigkeit in Forschung und Analytik. Verbraucherkommunikation und wissenschaftliche Kommunikation werden zudem besser verknüpft mit dem Ziel, die Information der Öffentlichkeit und der Fachöffentlichkeit zu stärken. Die Aufgaben der Bereiche Lebensmittelqualität, Lebensmittelsicherheit und Ernährungssicherung, Ernährungs- und Risikokommunikation sowie Ernährungsbildung werden vereint. Damit verfolgt das neue Institut einen ganzheitlichen Ansatz. Dieser umfasst neben der Chemikalien-, Produkt-, Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit auch das Wissen über Produktionsformen sowie wichtige Aspekte der Ernährung für Bevölkerungsgruppen aller Altersklassen.
Bis das neue Kompetenz-Zentrum voll arbeitet, geht noch einige Zeit ins Land. An den Start gehen soll es 2029.CM