Teheran/Washington/Maskat – Der Iran und der Oman haben sich nach Angaben aus Teheran auf eine neue Route durch die Straße von Hormus verständigt. Beide Seiten hätten sich auf die „geografischen Koordinaten“ für die Route durch die Meerenge geeinigt, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, am Mittwoch laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Eine Erklärung werde fertiggestellt – „wenn bestimmte dritte Parteien den Prozess nicht behindern“.
Dem Bericht zufolge sagte Bakaei gegenüber Journalisten, dass die Gespräche mit Oman vorankämen. Doch selbst im Falle einer Einigung bedeute dies nicht, dass die Meerenge für alle durchfahrenden Schiffe sicher geworden sei. „Die Faktoren, die die Straße von Hormus unsicher machen, bestehen seitens der Vereinigten Staaten nach wie vor“, sagte er demnach. Dies betreffe „insbesondere die Seeblockade und andere aggressive und bedrohliche Maßnahmen gegen den Iran und seine Interessen“.
Der Iran und der Oman hatten über eine neue Route durch die seit Beginn des Iran-Kriegs weitestgehend durch Teheran blockierte Straße von Hormus beraten. Die Meerenge ist für den globalen Erdöl- und Erdgashandel von größter Bedeutung.
US-Präsident Donald Trump hat wiederholt betont, Teheran sei sehr daran interessiert, eine Vereinbarung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu treffen. Zuletzt hatte er eine Öffnung für Mittwoch oder Donnerstag angekündigt. Es gab aber massive Zweifel daran, ob es so kommen könnte.