Berlin – Unionsfraktionschef Thorsten Frei fordert mehr Tempo bei Vorbereitung der Rentenreform. Zugleich beharrt er darauf, dass die Bundesregierung an den Vorschlägen der Rentenkommission festhält. Diese sehen auch die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren („Rente mit 63“) vor.
„Was wir brauchen, ist Tempo, denn die Zeit drängt. Wenn die Reform noch in diesem Jahr durch den Bundestag soll, muss Frau Bas im Herbst einen Referentenentwurf vorlegen“, sagte Frei der „Rheinischen Post“ an die Adresse von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). „Und dieser muss dem Kommissionsvorschlag entsprechen – einschließlich der Abschaffung der Rente mit 63.“ Das habe Bas bei der Vorlage des Berichts der Rentenkommission zugesagt.
Zuletzt hatten sich acht Ministerpräsidenten gegen die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 ausgesprochen, die faktisch derzeit mit 64,5 Jahren verfügbar ist. Hintergrund der Debatte sind die Empfehlungen der Rentenkommission, die sich für das Ende der abschlagsfreien Frührente ausspricht. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bas hatten angekündigt, alle Empfehlungen der Expertenkommission vollständig umsetzen zu wollen.
Frei beharrt weiter auf der vollständigen Umsetzung der Vorschläge: „Die Reform, so wie die Rentenkommission sie vorgeschlagen hat, ist ein Gesamtkunstwerk.