LKA fasst Billig-Spion

von Redaktion

München – Wegen der Ausspähung eines Rüstungsbetriebs in Bayern ist ein Ukrainer verhaftet worden. Der 33-jährige mutmaßliche Agent wurde am Sonntag wegen Sabotageverdachts in Thüringen festgenommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft München und das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) mitteilten. Er soll im Auftrag eines ausländischen Nachrichtendienstes im Juni zur Vorbereitung von Sabotageaktionen Aufnahmen vom Betriebsgelände gemacht und diese an seinen Auftraggeber weitergeleitet haben.

Das Amtsgericht München erließ Haftbefehl. Bei dem Beschuldigten handelt es sich nach Angaben der Ermittlungsbehörden um einen sogenannten Low-Level-Agenten. Laut Bundesamt für Verfassungsschutz handelt es sich dabei um Menschen, die niedrigschwellig durch ausländische Nachrichtendienste angeworben und für vergleichsweise einfache Operationen eingesetzt werden. Nähere Details zum Auftraggeber und zum ausgespähten Betrieb wollten die deutschen Behörden am Donnerstag nicht nennen.

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