Im Vergleich zum Hundert-Milliarden-Umsatz, den Tech-Giganten scheffeln, wirken 567-Millionen-Strafen eher wie Peanuts. Dass die Online-Plattformen wie Meta jetzt aber überhaupt zu Strafen verdonnert werden, ist allerhöchste Zeit. Schließlich profitieren die Konzerne schon seit Jahren wissentlich von der Sucht nach endlosen Inhalten (+ Werbung!) gerade junger Menschen.
Auch wenn die jetzt verhängte US-Strafe dem Konzern keinen Riesenschaden zufügt, sind solche kleinen Nadelstiche wichtig. Zum einen geht es um die Außenwirkung – dass auch bei jedem ankommt: Soziale Medien sind nicht nur netter Zeitvertreib, sondern können gesundheitsgefährdend sein. Zum anderen erhöht es den Druck auf die Tech-Oligarchen, sich tatsächlich um Kinder- und Jugendschutz zu scheren. Die Verantwortung kann eben nicht nur ins Elternhaus oder Klassenzimmer delegiert werden. Und die EU sollte sich ein Beispiel an dem US-Urteil nehmen, denn mit freundlichem Bitten und sachtem Ermahnen kommt man bei Zuckerberg und Co. nicht weit.