Reisende werden durchleuchtet

von Redaktion

USA wollen Online-Aktivitäten bald noch stärker überprüfen

US-Präsident Donald Trump im Oval Office. © Brandon/dpa

Washington – Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will bei der Visa-Vergabe die Überprüfung der Online-Aktivitäten von Antragstellern offenbar ausweiten. Die Überprüfung von Instagram-Konten und ähnlicher Netzwerke solle auf weitere Visa-Kategorien ausgedehnt werden, unter anderem auf ausländische Journalisten, berichtete „The Daily Signal“. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, teilte auf ihrem X-Konto den entsprechenden Artikel.

„The Daily Signal“ berief sich auf interne Regierungsunterlagen, in denen die neuen Pläne dargelegt würden. Demnach sollen Visa-Antragsteller die Einstellungen ihrer Social-Media-Konten von „privat“ auf „offen“ umstellen müssen. Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zu dem Bericht erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums, das Ministerium überprüfe ständig die Verfahren zur Visa-Vergabe.

Die USA verlangen bereits jetzt von Antragstellern für verschiedene Visa-Kategorien, ihre Online-Konten öffentlich zugänglich zu machen. Dazu zählen Studentenvisa. Laut „The Daily Signal“ soll die Regelung nun unter anderem auch auf ausländische Medienvertreter ausgeweitet werden. Die Trump-Regierung hatte erst im vergangenen Monat angekündigt, die Aufenthaltsdauer ausländischer Journalisten und Studenten in den USA zu begrenzen. Die Studentenvisa für Ausländer sollen demnach künftig auf maximal vier Jahre befristet werden. Ausländische Journalisten sollen höchstens 240 Tage in den USA bleiben dürfen. In Kürze werden zudem verschärfte Einreiseregeln unter anderem für deutsche Touristen erwartet.AFP

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