Spanien und Italien kontrollieren Einreisen
Madrid/Rom – Wegen grundsätzlicher Differenzen über den Umgang mit Migranten kontrollieren die beiden EU-Partner Italien und Spanien jetzt wieder gegenseitig ihre Grenzen – so wie in früheren Zeiten vor dem Schengen-Abkommen. Auf Anweisung der linken Regierung in Madrid schauen seit Samstag auch die spanischen Behörden darauf, wer aus Italien an Häfen und Flughäfen ins Land kommt. Italiens Rechts-Regierung geht schon seit Beginn des Monats so vor. Auslöser war das Ceuta-Drama. Nach erstem Anschein sind die Kontrollen an Häfen und Flughäfen zumindest für EU-Bürger eher symbolischer Natur.
Vucic und Selenskyj: Höflicher Umgang
Belgrad – Serbiens Regierung gilt als moskautreu, die Ukraine wird von Russland mit Krieg überzogen – trotzdem möchten beide Länder enger zusammenarbeiten. Darüber sprach der serbische Präsident Alexander Vucic mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj, der erstmals Belgrad besuchte. Es ging auch um den künftigen Weg beider Länder in die EU. Eine militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine war kein Thema, wie Vucic bei einer Pressekonferenz betonte.
Randale: Wirbel um Freibergs FW-OB
Leipzig – Freibergs neuer Oberbürgermeister Philipp Preißler (Freie Wähler) ist in einen Polizeieinsatz verwickelt gewesen. Die Polizeidirektion Leipzig berichtete, dass in der Stadt ein Mann in einem Hotelzimmer randaliert und Gegenstände aus dem Fenster geworfen habe. Als die Polizei eingriff, habe der Mann zwei Beamte leicht verletzt. Anschließend wurde der Randalierer in ein Krankenhaus gebracht. Ermittelt wird nun wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Auf Anfrage bestätigte eine Sprecherin der Stadt Freiberg, dass Preißler an dem Vorfall beteiligt gewesen sei. Was er genau gemacht habe, ließ sie offen.
Brandenburg als Banden-Land?
Potsdam – Schüsse, Schutzgeld, Drogenlabore: Offenbar nutzt die organisierte Kriminalität in Berlin das Nachbarland Brandenburg verstärkt als Ausweichzone. Innenminister Jan Redmann (CDU) warnte: „Kriminelle Banden betrachten das Land zum Teil als Rückzugsraum.“ Er verweist unter anderem auf größere Drogenlabore in seinem Land.
Syrien und Russland einig über Militärbasen
Damaskus – Die syrische Übergangsregierung hat nach eigenen Angaben eine Grundsatzeinigung mit der Regierung in Moskau über die weitere Nutzung der beiden verbliebenen russischen Militärstützpunkte erzielt. Die Armeeeinrichtungen am Flughafen von Tartus und im Hafen von Hmeimim sollten in „gemeinsame Ausbildungs- und Rehabilitationszentren“ umgewandelt werden.