Da hat die Autobahn GmbH des Bundes ja eine schöne Vollbremsung hingelegt Jahrelang plante sie den dreispurigen Ausbau der Salzburger A8 bis zur Landesgrenze, nahm drohende Endlosverfahren wegen Klagen von Anliegern und Naturschutzverbänden ebenso in Kauf wie Kostensteigerungen. Nun soll die A8 nur einen Standstreifen erhalten (der ist überfällig). Die Begründung ist nachvollziehbar: Den Planern zerbröselt die Autobahn unter den Händen weg. Sie muss schnell saniert werden. Da kann man nicht ewig warten, nur um irgendwann vielleicht grünes Licht für einen Optimal-Ausbau der Marke XXL zu erreichen.
Bevor jetzt das große Lamento ausbricht: Diese Kehrtwende ist zu begrüßen. Endlich konzentriert sich auch die Autobahn GmbH auf das Machbare und plant nicht mehr so, als gäbe es kein Morgen mehr. Letztlich haben die Gegner Recht behalten, die dieses Projekt für einen landschaftsfressenden Wahnsinn gehalten haben. Für die Anwohner ist das ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bleiben sie von einer dreispurigen Autobahn verschont. Anderseits werden sie weniger Lärmschutz erhalten.