AfD-Mann Siegmund lehnt BSW-Vorschlag ab

von Redaktion

Magdeburg – Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat einen BSW-Vorschlag für ein Modell wechselnder Mehrheiten zurückgewiesen. „Davon halte ich gar nichts, weil wir doch eine stabile Regierung in diesem Land brauchen“, sagte der 35-Jährige am Rande einer Wahlkampfveranstaltung. Die Herausforderungen, vor denen Sachsen-Anhalt stehe, seien gigantisch. „Die Politiker, die dieses Land dahin gebracht haben, wo es grad ist, sind für uns keine Option. Aber auch so ein Modell ist für uns keine Option.“

Zuvor hatten die BSW-Spitzenkandidaten Claudia Wittig und Thomas Schulze das Ende der Brandmauer gefordert und für ein Modell wechselnder Mehrheiten geworben. Auch der AfD biete man eine „sachbezogene parlamentarische Zusammenarbeit an“, teilte ein Sprecher mit. Manche BSW-Forderungen (Kündigung des Medien-Staatsvertrags, Gas-Lieferungen aus Russland) sind dabei auffallend kompatibel mit der AfD. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht bandelt schon länger mit der in Teilen rechtsextremen Partei an.

Siegmund setzt aber weiter auf eine Alleinregierung. Eine aktuelle Insa-Umfrage sieht die Partei erneut gestärkt. Die AfD käme demnach auf 42 Prozent der Stimmen – CDU (22 Prozent), Linke (13) und SPD (6) zusammen auf nur 41 Prozent. Theoretisch wäre eine Mehrheit von AfD und BSW, das in der Umfrage erstmals auf fünf Prozent klettert, in Reichweite.

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