230 Migranten in nur einem Schlauchboot
London – Auf einem Schlauchboot zusammengepfercht haben 230 Migranten, darunter 20 Kinder, den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien überquert. Das seien mehr als jemals zuvor auf einem einzigen Gummiboot, berichteten am Montag die französische Rettungsorganisation SNSM und britische Medien. „Damit wurde eine neue, traurige Höchstzahl an Menschen erreicht, die in einem dieser unsicheren Boote transportiert wurden“, erklärte SNSM.
Waffen-Urteil für AfD-Mitglieder
Magdeburg – Waffenbehörden in Sachsen-Anhalt haben jetzt rechtliche Gewissheit, dass Mitgliedern und aktiven Unterstützern der AfD die Waffenbesitzkarte entzogen werden darf. Das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt hat die Berufung dreier Kläger gegen Urteile des Verwaltungsgerichts Magdeburg abgelehnt, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Verfolgt eine Vereinigung Bestrebungen, die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung richten, gelten ihre Mitglieder oder aktiven Unterstützer demnach als waffenrechtlich unzuverlässig.
Koalition in Estland verliert Mehrheit
Tallinn – Im baltischen EU- und Nato-Land Estland hat die Regierungskoalition ihre Mehrheit verloren. Grund dafür sind Berichten zufolge die Austritte jeweils eines Abgeordneten aus den Fraktionen der beiden Bündnispartner Reformpartei und Eesti 200. Die Zweierkoalition von Regierungschef Kristen Michal verfügt nach dem Rückzug von Meelis Kiili und Kalev Stoicescu nur noch über 50 statt wie bislang 52 der 101 Sitze in Tallinn. „Estland hat gegenwärtig eine Minderheitskoalition“, erklärte Michal.
Iran plant Gebühren für Straße von Hormus
Teheran – Der Iran beabsichtigt nach Angaben des Außenministeriums in Teheran, von Handelsschiffen Gebühren für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben. Wie Außenamtssprecher Ismail Baghai laut iranischen Medien sagte, erarbeite der Iran gemeinsam mit dem Oman „Mechanismen zur Überwachung der Sicherheit, zum Schutz der Umwelt und zur Bekämpfung der Kriminalität auf See“. Für die maritimen Dienstleistungen für Schiffe würden entsprechende Gebühren erhoben.
Tote nach ukrainischem Drohnenangriff
Moskau – Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind in Nischnekamsk in der russischen Teilrepublik Tatarstan laut Behörden mindestens 13 Menschen getötet worden. Es seien auch 48 Menschen verletzt worden, teilte die Regierung in der Hauptstadt Kasan mit. Ukrainische Medien meldeten, dass dort eine der größten Ölraffinerien angegriffen worden sei. Die Industriestadt ist mehr als 2000 Kilometer von der Ukraine entfernt.