Trump kappt Kinder-Impfungen
Washington – Die Regierung von US-Präsident Donald Trump empfiehlt weniger Impfungen für Kinder und will Kombi-Impfungen künftig auf mehrere Arztbesuche verteilen lassen. Per Dekret verfügte Trump, fortan nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen anzuerkennen. Ein ähnlicher Umbau der Impfpolitik war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden, zudem liegen viele Befugnisse zu Impfregeln bei den Bundesstaaten. Bei seinem Auftritt im Weißen Haus räumte der Präsident selbst ein, sich auf unbewiesene Behauptungen zu stützen. Er wiederholte auch seine These eines Zusammenhangs zwischen Impfungen und Autismus. Der neuen Anordnung zufolge sollen Impfungen gegen Krankheiten wie Hepatitis B, Covid-19 und Grippe nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Eltern könnten sich anders entscheiden.
Voigt kämpft um seinen Doktor
Chemnitz – Die Technische Universität Chemnitz bleibt bei ihrer Entscheidung, Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt den Doktorgrad zu entziehen. Ein Widerspruch des CDU-Politikers gegen die Aberkennung des Titels sei vom Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz zurückgewiesen worden, teilte ein Sprecher der Uni mit. Ein Anwalt Voigts teilte mit, dass die Entscheidung der TU Chemnitz nicht überraschend sei. „Nach rechtlicher Prüfung werden wir Klage erheben.“
Moskau lässt US-Marine frei
Washington – Ein in Russland zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilter ehemaliger US-Elitesoldat ist nach offiziellen Angaben wieder frei. Robert Gilman sei aus „humanitären Gründen“ aus dem Gefängnis entlassen worden, teilte US-präsident Donald Trump mit. Gilmans Freilassung sei nicht Teil eines Austauschs gewesen; es seien keine Zugeständnisse gemacht worden. Gilman war im Oktober 2022 in der südwestrussischen Stadt Woronesch wegen Gewalt gegen einen Polizeibeamten zu zunächst viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Seine Strafe wurde während der Haft wegen Gewalt gegen Gefängnismitarbeiter zwei Mal verlängert.
Geheimdienstchef in Ost-Libyen getötet
Tripolis – Der Chef des Militärgeheimdienstes im Osten Libyens ist bei einem Anschlag getötet worden. Fawsi al-Mansuri starb nach dem Verlassen einer Moschee in der Stadt Bengasi, als ein Sprengsatz an seinem Auto explodierte, wie das zuständige Kommando von Befehlshaber Chalifa Haftars ostlibyschen Streitkräften (ANL) mitteilte. Einem mit der Region vertrauten Experten zufolge handelt es sich um einen der ersten Angriffe gegen Vertreter der ANL seit etwa einem Jahrzehnt. Seit dem Sturz von Machthaber Gaddafi im Jahr 2011 ist Libyen de facto geteilt.