Mehr Kunden greifen wegen Spritpreisen zu E-Autos

von Redaktion

Tesla feiert überraschendes Comeback – vor allem gebrauchte E-Autos sind bei Vielfahrern gefragt

Coburg – Noch vergangenes Jahr machten deutsche Kunden einen großen Bogen um Fahrzeuge von Tesla. Die Prämie für E-Autos war da gerade ausgelaufen, außerdem irritierte Tesla-Gründer Elon Musk viele Bundesbürger mit seinem Ausflug in die US-Politik. Nun feiert Tesla ein überraschendes Comeback: Steigen Autofahrer von einem Verbrenner auf ein neues E-Auto um, kaufen sie besonders häufig einen Tesla – gefolgt von anderen ausländischen Marken wie Hyundai, Kia, BYD, Lepmotor oder Renault. Das zeigt eine Auswertung des Versicherers Huk-Coburg auf Basis von Versicherungsdaten.

Bayern ist demnach eine Hochburg für E-Mobilität: Starnberg ist der Landkreis mit dem höchsten Bestand an E-Autos. Auch andere oberbayerische Landkreise wie Landsberg, Ebersberg, Miesbach und Traunstein finden sich auf den vorderen Plätzen. Vor allem Vielfahrer tauschen ihre Verbrenner gegen E-Stromer. Jeder vierte Fahrer gab zudem in einer begleitenden Umfrage an, wegen der hohen Spritpreise ein E-Auto kaufen zu wollen. Insgesamt entschied sich im zweiten Quartal jeder achte Autofahrer für den Umstieg – doppelt so viele vor dem Iran-Krieg.

Beim Umstieg wählen Käufer entweder ein neues E-Auto eines meist ausländischen Herstellers. Oder– und das ist noch häufiger der Fall – sie greifen zu oft schneller verfügbaren und deutlich günstigeren Gebrauchten. Hier dominieren dann doch wieder Marken deutscher Konzerne wie Skoda, BMW oder VW. Jörg Rheinländer von der Huk-Coburg fordert deshalb, die Kaufprämie für E-Autos auch auf gebrauchte Fahrzeuge auszuweiten.HÖSS

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