Niedrigwasser: Bayern ruft nach Donau-Umbau

von Redaktion

München – Wegen des Niedrigwassers ist die Binnenschifffahrt in Bayern nach Angaben von Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Donau sei ab Regensburg nicht mehr wirtschaftlich befahrbar, sagte er nach einer digitalen Sitzung der Länder-Kollegen mit Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU).

Bernreiter ruft jetzt nach hohen Fördermitteln von Bund und Brüssel. „Besonders beim Ausbau der Donau müssen wir vorankommen, flussbauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Abladetiefe rasch anpacken“, sagte der Niederbayer. „Außerdem wollen wir alle technischen Möglichkeiten nutzen – etwa mehr Schiffe mit geringem Tiefgang einsetzen, die für Niedrigwasser geeignet sind. Dafür brauchen wir Förderprogramme des Bundes und der EU.“ Bilger hatte am Vortag angekündigt, er rechne nicht mit kurzfristiger Besserung der Verkehrslage auf den Flüssen. Der Grünen-Umweltpolitiker Christian Hierneis sagte indes: „Flüsse tiefer zu baggern, bringt keinen einzigen Tropfen mehr Wasser.“

Teil der Akutmaßnahmen ist auch die Lockerung des Sonntagsfahrverbots für Lastwagen. Bayern hat sich hier angeschlossen. Wie berichtet, dürfen an den kommenden drei Wochenenden zwischen dem 15. und dem 31. August Laster über 7,5 Tonnen unterwegs sein. Allerdings geben Spediteure zu bedenken, es fehlten bis zu 100.000 Fahrer.

Artikel 1 von 11